So erzählst du persönliche Geschichten, ohne zu privat zu werden

Mit guten Geschichten stellst du schnell Kontakt zum Publikum her. Aber auch beim Storytelling gibt es paar Fettnäpfchen. Erfahre, wie du sie vermeidest und die Zuhörer mit deinen Storys auf eine spannende Reise nimmst. So erzählst du persönliche Geschichten, ohne zu privat zu werden.

Kennst du das? Du sitzt im Publikum und die Expertin auf der Bühne erzählt Sachen, die dir einfach zu persönlich sind? Sie erwähnt Beispiele, die dir zu weit gehen oder verliert sich in ihrem Vortrag in privaten Details?

Das sind Momente, in denen die Zuhörer den Schalter im Kopf umlegen. Von „Interessant!“ wechselt die Stimmung auf „Hilfe! Das geht mir viel zu weit!“. Wenn es ganz arg wird, schämt man sich geradezu für die Person auf der Bühne.

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Dennoch: Wenn du persönliche Erlebnisse in deinen Vortrag oder deine Rede einbaust, setzt du auf ein sehr erfolgreiches Element für deinen Auftritt.

Mein Tipp: Erzähle Geschichten, die zum Thema und zum Publikum passen. Mach deinen Zuhörern mit deinen persönlichen Storys den Einstieg in dein Thema so einfach wie möglich. Gelingt dir das, dann sorgst für Aha-Momente, die lange positiv nachwirken. (In diesem Blogpost erfährst du, welche magischen Zutaten es für dein Storytelling noch gibt.)

Hier sind meine Tipps für dein erfolgreiches Storytelling:

#1 Geschichten: Persönlich, aber nicht zu privat

Sich auf der Bühne zu öffnen und persönliche Erlebnisse mit der Welt zu teilen, fällt gerade Frauen schwer. Das erlebe ich in meinen Trainings immer wieder. Die Befürchtung dahinter: „Wenn ich etwas über mich erzähle, dann werde ich nicht als Expertin wahrgenommen“, oder „Die Leute sind doch hier, um etwas über das Thema zu erfahren. Wer will schon meine Geschichten hören, oder?“.

Das Publikum möchte deine Geschichten hören!

#Storytelling: DU bist die Expertin. Deinetwegen hat sich jemand das Ticket für die Konferenz oder Messe gekauft. Deswegen zählt auch DEINE Sicht der Dinge! #Vortrag Klick um zu Tweeten

Die Zuhörer wollen genau von dir wissen, was DU über das Thema denkst. Sie sind gespannt auf deine persönliche Sicht der Dinge, auf deine Ideen und Thesen. Diese Elemente verleihen deinem Auftritt das gewisse Extra.

Zu privat? Zu persönlich?

So muss es in deinem Vortrag oder deiner Rede nicht sein. Denn: Du entscheidest, was du erzählst. Du entscheidest, wie weit du dich auf der Bühne öffnest und welche Facetten du von dir zeigst.

Mein Tipp: Biete persönliche Sichtweisen, aber werde nicht zu privat in deinem Vortrag. Stell dir vor, jemand interviewt dich zu deinem Thema und möchte auch mehr über dich erfahren: Welche Informationen gibst du Journalisten preis? Was darf ein paar Minuten oder Tage später über dich im Internet oder in Zeitungen und Magazinen zu lesen sein?

#2 Bewusster Tiefgang, ohne zu sehr ins Detail zu gehen

Wähl für deinen Vortrag eine Geschichte aus und gehe in die Tiefe. Beschreibe, was in dieser Szene passiert ist, wie du dich dabei gefühlt hast, wer noch beteiligt gewesen ist und warum dieses persönliche Erlebnis heute so wichtig für dich ist.

Aber: Verliere dich dabei nicht in zu vielen Details. Ein Beispiel: Du baust ein Meeting mit einem Kunden in deinen Talk ein. Erwähne die allgemeine Stimmung. Dabei musst du jedoch nicht jeden Mitarbeiter, der in dieser Szene am Konferenztisch sitzt, im Detail beschreiben.

Mein Tipp: Greif dir einen Protagonisten heraus. Denk dir einen Namen für diese Person aus und baue seine Reaktionen und Gefühle hier und da im Vortrag ein. So führt deine Protagonistin das Publikum durch deinen Vortrag. Sie können sich mit ihm identifizieren und wollen wissen, wie das Ganze für ihn ausgegangen ist.

#Storytelling für #Unternehmerinnen: Entscheide dich für eine Geschichte und eine Protagonistin. #Vortrag Klick um zu Tweeten

#3 Respektiere die Komfortzone deines Publikums

Du bist die Expertin, aber dein Publikum ist der Star. Das gilt besonders, wenn du in deinem Vortrag Themen ansprichst, die nicht unter leichte Kost laufen. Achte darauf, dass du beim Erzählen an die Komfortzone deiner Zuhörer achtest: Wie viele Informationen kannst du ihnen zumuten?

Wie viele Details sind wichtig, damit du sie gezielt aus ihrer Komfortzone herauslockst, sie sich aber wohl dabei fühlen. Ein Beispiel: Du hast eine schwere Krankheit überlebt und fühlst dich heute stärker denn je. Du baust Stationen deiner Therapie in deinen Vortrag ein.

Frag dich hierbei: Wie weit willst du auf der Bühne gehen? Wieviel ertragen deine Zuhörer? Müssen sie wirklich im Detail wissen, wie oft du in dieser Zeit gespuckt hast? Wann du welche Spritzen bekommen hast? Oder wie es ist, wenn dir ein Zugang für einen Tropf am rechten Fuß gelegt wird?

Oder reicht es aus, zu erzählen, wie es sich anfühlt, wenn dir aufgrund der Medikamente die ersten Haare ausfallen?

Mein Tipp: Wenn du dir unsicher bist, wie weit du auf der Bühne gehen kannst, dann teste das mit einer guten Freundin. Trag ihr diesen Teil seines Talks vor und bitte sie um ehrliches Feedback.

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